Lottas Tagebuch

Lottas Tagebuch

Lottas Tagebuch

Nachdem am 7. Mai 2010 unsere Layla für immer eingeschlafen ist, haben wir seit dem 10. Juni 2010 mit Lotta wieder einen kleinen Wirbelwind im Haus. Lotta ist wie Dojan und Layla ein Hovawart, nur diesmal nicht schwarzmarken, sondern ganz schwarz mit einem kleinen weißen Brustfleck.

Mit ein paar kleinen Episoden schließen wir an die Tagebücher von Laylas Welpen an und hoffen, dass wir mit Lotta zu gegebener Zeit noch mehr kleine Zwergpiraten bekommen werden.

14. April 10

Geburtstag von Abigail vom Berger See, zukünftig genannt Lotta

7. Mai 10

Nach vielen Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen und absaugen von 1,5l Flüssigkeit aus Lungen- und Brustbereich in den Tierkliniken Mönchengladbach und Erkrath bekommen wir die schlimme Diagnose: Layla hat einen Lungentumor ohne Chancen auf Heilung. Am gleichen Abend müssen wir uns schweren Herzens von Layla verabschieden. Wir sind sehr traurig …

9. Mai 10

… aber die Entscheidung, sofort wieder einen neuen Hund zu bekommen und die Freude darauf macht es leichter, dass Layla nicht mehr bei uns ist.

Nach einem ersten Besuch in Gevelsberg bekommen wir von Viktoria und Torsten Lehnick die Zusage, dass wir Abigail vom Berger See am 10. Juni 2010 abholen dürfen. Wir werden sie Lotta nennen.

10. Juni 10

Wir holen Lotta gegen Abend ab und müssen auf halber Strecke Richtung Aachen feststellen, dass wir den falschen Hund im Auto haben. Dumm gelaufen und etwas peinlich, da wir irrtümlich einen Rüden mitgenommen haben. Aber so beginnt Lottas Leben bei uns direkt mit dem gewohnten, liebenswerten Chaos, an das sie sich bei uns schon in den ersten beiden Wochen gewöhnen muss. Denn es stehen 2 aufregende Wochenenden an: einmal mit der Kanujugend und dem Schülerzirkus Configurani, zum anderen mit einer langen Autofahrt zum Gartenfest nach München. Das alles meistert Lotta mit souveräner Gelassenheit und ist bei beiden Veranstaltungen nicht nur der Liebling der Kinder. Bei soviel Aufregung sind wir ihr im Gegenzug ganz viel Ruhe und Aufmerksamkeit zu Hause schuldig, die ersten Nächte muss sie nicht allein verbringen, große Spazierrunden sparen wir uns für später auf und lassen ihr viel Zeit, ihr neues zu Hause zu erkunden, die verschiedensten Ruheplätze auszuprobieren und immer wieder im Garten zu toben und zu spielen.

Mittlerweile hat sie Familie, Nachbarn und Freunde kennen gelernt. Sie weiß, dass wir nicht ausschließlich im Bulli wohnen, dass sie nicht über Wasser gehen kann, der Wassernapf aber ein tolles Plantschbecken ist, dass steile Hänge doof sind und dass sie weder Abizeitungen noch Stricknadeln anknabbern darf, aber an Zehen und das mag sie besonders. Sie mag ihr Lieblingsplätzchen unter dem Rhododendron, sie mag mit Cita aus Laylas C-Wurf spielen, sie mag Irmi von nebenan und am Bauch gekrault zu werden. Sie mag auch die Couch, aber da darf sie nicht drauf.

Was sie nicht mag? Den furchtbar langen Weg (50 m) zum Feld. Aber das wird sich sicher noch ändern.

Natürlich mach Lotta auch schon mal Unsinn: sie hat sich ein Wollknäuel geklaut und verheddert, in der Wiese ein Loch gebuddelt, Spielzeug und Schuhe versteckt, ist aus dem Garten getürmt und hat sich vor die Haustür gesetzt. Aber immer wenn ich mit Lotta schimpfen muss, hört sie sofort auf mit dem Unsinn, legt sich entweder sofort schlafen oder lässt sich durch spielen oder eine andere Beschäftigung ablenken. Fress- und Trinknapf stehen jetzt im Flur, ihren Schlafplatz besucht sie auch tagsüber hin und wieder, nachts schläft sie dort ohne Jammern. Wenn alles so unkompliziert weiter läuft, können wir SEHR zufrieden sein.

Ach ja, pinkeln ins Haus? Nur vereinzelt wenn sie sich so sehr über Streicheleinheiten freut. Ansonsten geht sie brav auf die Wiese.

Und nächsten Sonntag in der Welpenschule lernt sie mit Chris alles andere: Sitz, Platz, Komm, Bleib, Hopp …

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